[<<Erster] [<zurück] [weiter>] [Letzter>>] 150 Artikel in dieser Kategorie

Benjamin R. Tucker - Warum ich Anarchist bin & Staatssozialismus und Anarchismus

Art.Nr.:
10017
Lieferzeit:
sofort lieferbar sofort lieferbar (weitere Infos...)
Lagerbestand:
1000 Stück
1,40 EUR
inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand

In den Warenkorb
Versandgewicht je Stück: 0,04 kg

Autor: Benjamin R. Tucker Art: Broschüre
Verlag: armed papers Format: A5
Jahr: 1895 Seitenzahl: 20

Beide Texte vom bekannten amerikanischen Individualanarchisten Tucker wurden gegen Ende des 19 Jahrhunderts verfasst. In diesen Texten geht er, auf eine höchst dramatisierende Art auf seine Sicht vom Sozialismus ein.
In dem Text "Warum ich Anarchist bin" erläutert er für eine amerikanische Zeitung warum er sich selbst als Anarchist sieht. Seine Begründung ist dabei leider wenig logisch und mehr gefühlsmäßig aufgebaut, z.T. logisch gesehen sogar schlichtweg falsch ("weil Herrschaft immer negativ ist, ist Herrschaftslosigkeit postum positiv", doch der Kehrsatz gilt nicht immer und müsste erst bewiesen werden). In diesem Artikel geht er auch auf seine Sicht der Wirtschaft ein, die ich am Ende noch einmal kurz erläutern möchte.
Im zweiten Text versucht Tucker den Sozialismus eindeutig in zwei antagonistische Lager zu teilen, in Anarchisten und Staatssozialisten. Hier beschreibt er seine Sicht der Theorie von Karl Marx, die zwar wesentlich verkürzt und meine Ansicht nach verfälscht ist, allerdings auf dramatische, fast schon zynische Art die tatsächliche Entwicklung des autoritären Sozialismus beschreibt (wohlgemerkt 1895). Zum anarchistischen Lager zählt Tucker Proudhon und Warren, nicht jedoch Most oder Kropotkin.
Hier entwickelt er eine Wirtschaftstheorie, die angeblich die des Anarchismus sei. Seiner Ansicht nach ist das Problem eben nicht im ökonomischen System zu suchen, sondern lediglich im Monopol einiger Weniger über das Kapital. Sein Allheilmittel, und so legt Tucker auch Proudhon aus, ist der Freihandel und die totale Konkurrenz bei Abschaffung des Staates. Dabei beruft er sich auf den liberalen Vordenker Adam Smith und erklärt für mich damit warum den Anarchisten oftmals der Vorwurf gemacht wurde liberal statt libertär zu sein.
Meiner Meinung nach missinterpretiert Tucker sowohl Proudhon als auch Marx, er entwickelt so eine Wirtschaftstheorie, die verkürzter nicht sein könnte und nichts mit (m)einer wirklich anarchistischen Gesellschaft zu tun hat, geschweige denn mit einer Kritik am Kapitalismus.
Tucker ist vielmehr als radikaler Liberaler zu sehen, denn als Anarchist!

Parse Time: 0.456s