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Max Nettlau - Klassensozialismus und Menschheitssozialismus & Noch ein Wort über das Rätesystem

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Autor: Max Nettlau Art: Broschüre
Verlag: armed papers Format: A5
Jahr: 1931 Seitenzahl: 20

Max Nettlau beschäftigt sich in diesen zwei Aufsätzen mit der praktischen und der theoretischen Umsetzung des kommunistischen Anarchismus.
Er geht davon aus, das eine Klassengesellschaft nicht dadurch verbessert wird , das eine andere Klasse die macht übernimmt. Die Klassengesellschaft sieht er zwar als gegeben an, glaubt aber nicht das sich der freiheitliche Sozialismus allein durch den Klassenkampf verwirklichen lässt, da der Wille zum Anarchismus von allen Menschen ausgehen muss. Demnach lassen sich anarchistische MitstreiterInnen nicht nur aus der Arbeiterklasse rekrutieren. Dabei stellt er aber nicht den Arbeitskampf als nötiges Kampfmittel der Arbeiterklasse zur Wahrung ihrer Interessen in Frage. Der Anarchismus ist aber - genau wie jedes andere Anliegen niemals nur ein Klassenanliegen und lässt sich deshalb nur mit allen Menschen verwirklichen.
Gestützt von den (späteren) Theorien Malatestas ist er davon überzeugt, dass eine Revolution, ein revolutionäres Volk nicht automatisch in der Lage ist den kommunistischen Anarchismus zu verwirklichen. Zum einen zieht er diese Lehre aus der direkten Verbreitung der anarchistischen Propaganda, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an ihre Grenzen gestoßen ist, und zum anderen daraus, das das Volk viel zu sehr dem Autoritarismus anhängt, der schon seit tausenden Jahren in der Geschichte vorhanden ist.
Er geht davon aus, dass ein Übergangsstatus entstehen wird, in welchem die Anarchisten unabhängig von der Majorität ihre Utopien verwirklichen können und so versuchen können die breite Masse zu ergreifen. Dabei darf die anarchistische Bewegung sich aber nicht auf Organe wie die Räte einlassen, da diese in ihrem Kern immer noch autoritär seien. So sind die Räte und ähnliche Einrichtungen in Revolutionen immer das Sprungbrett für die Einrichtung neuer Herrschaftsformen gewesen, z.B. in der russischen Revolution.
Bei all seiner Kritik am Rätesystem vergisst er vollkommen die Option ein eigenes Rätewesen, das anti-hierachisch organisiert ist, aufzubauen, die passenden Gegenargumente findet mensch aber auch in der Broschüre "die Räte in der anarchosyndikalistischen Diskussion".
Besonders interessant ist auch die Geschichtsauffassung von Nettlau, die er als Grundlage zu diesen beiden Texten von ihm zu Beginn erläutert wird.

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